Vor Aktionen an / mit undichten Druckgasflaschen sollte bekannt sein,
welches Gas austritt! Hierzu können Aufkleber mit Angaben zum Inhalt,
Gefahrgutzettel, Gefahrensymbole nach Gefahrstoffverordnung sowie die
Flaschenfarbe Hinweise geben.
Falls die Gasart nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, muss immer hohe
Gefährdung, z.B. durch erstickendes, brandförderndes, brennbares oder giftiges
Gas unterstellt werden. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass ein Gas
Eigenschaften verschiedener Gruppen aufweisen kann, z.B. brennbar und giftig.
Mitarbeiter dürfen sich keiner unnötigen Gefahr aussetzen. Im Zweifelsfall ist
die Feuerwehr zu rufen, da diese auf Einsatz von umluftunabhängigem Atemschutz
(lsoliergeräte) vorbereitet ist.
Austritt inerter Gase (z.B. Stickstoff oder C02) |
Im Raum |
Im Freien |
- Raumzugang sperren und intensiv lüften (Fenster und Türen öffnen).
Raum nur betreten, falls eine Anreicherung des inerten Gases
in gefahrdrohender Menge sicher ausgeschlossen werden kann.
Im Zweifel die Sauerstoffkonzentration mit Messgerät überprüfen.
Falls die Sauerstoffkonzentration unter 17% abgesunken ist, Raum
nur mit umluftunabhängigem Atemschutzgerät betreten.
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, Flasche ins
Freie bringen oder Raumzugang weiter sperren und intensiv lüften.
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- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, Bereich
eventuell sperren und Gas abblasen lassen.
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Austritt brandfördernder Gase
(z.B. Sauerstoff oder Lachgas) |
Im Raum |
Im Freien |
- Raumzugang sperren und intensiv lüften (Fenster und Türen öffnen).
Die erhöhte Brandgefahr berücksichtigen.
- Raum nur betreten, falls eine Anreicherung des Gases in
gefahrdrohender Menge sicher ausgeschlossen werden kann.
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, Raum weiter
intensiv lüften oder Flasche ins Freie bringen und Gas im
sicheren, abgesperrten Bereich abblasen lassen.
- offenes Feuer fernhalten.
- Kleider nach Hantieren an der Flasche intensiv lüften.
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- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann,
Bereich absperren und Gas abblasen lassen.
- Kleider nach Hantieren an der Flasche intensiv lüften.
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Austritt brennbarer Gase
(z.B. Wasserstoff oder Propan) |
Im Raum ohne Entzündung |
Im Freien ohne Entzündung |
- Raumzugang sperren und intensiv lüften (Fenster und Türen öffnen),
um die Existenz bzw. die Bildung eines explosionsfähigen
Gas-Luft-Gemisches auszuschließen (Gefahr der Raumexplosion).
- Zündquellen vermeiden / beseitigen (offenes Licht, Feuer,
Zigaretten u. dgl.), keine elektrischen Schalter / Geräte betätigen.
- Nicht in den Bereich der Flaschenventil-Austrittsöffnung treten /
greifen, da eine Zündung nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
- Bei Wasserstoff ist eine Flamme eventuell nicht sichtbar, daher
überprüfen, z.B. mit Besen, ob ein Gasaustritt ohne Entzündung
gegeben ist.
- Zur Ableitung einer evtl. bestehenden elektrostatischen Aufladung
die Flasche durch leitende Verbindung zum unteren Flaschenteil
erden. Notfalls genügt Berühren des unteren Flaschenteils mit der
Hand, wenn leitende Sicherheitsschuhe getragen werden.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, Flasche ins
Freie bringen, und Gas in einemsicheren, abgesperrten Bereich
abblasen lassen, oder Raum (ggf. angrenzende Umgebung) weiter
intensiv lüften und sperren.
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- Bereich und Zugang sperren.
- Nicht in den Bereich der Flaschenventil-Austrittsöffnung treten,
da eine Zündung nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
- Bei Wasserstoff ist eine Flamme eventuell nicht sichtbar, daher
überprüfen, z.B. mit Besen, ob ein Gasaustritt ohne Entzündung
gegeben ist.
- Zur Ableitung einer evtl. bestehenden elektrostatischen Aufladung
die Flasche durch leitende Verbindung zum unteren Flaschenteil
erden. Notfalls genügt Berühren des unteren Flaschenteils mit der
Hand, wenn leitende Sicherheitsschuhe getragen werden.
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, abblasen
lassen; Gefährdung der Umgebung berücksichtigen.
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Im Raum mit Entzündung |
Im Freien mit Entzündung |
- Raum sperren.
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls das Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, eine Gefährdung der
Umgebung - z.B. Befeuerung anderer Flaschen verhindern.
- Flamme nur, falls unbedingt notwendig, löschen und nur, wenn durch intensive Lüftung
des Raumes die Bildung eines explosionsfähigen Gas-Luft-Gemisches sicher ausgeschlossen
werden kann (Gefahr der Raumexplosion). Dabei auch berücksichtigen, ob Kanaleinläufe oder
andere Vertiefungen vorhanden sind, über die das Gas (z.B. Propan) "abfließen" könnte.
- Nach einem Verlöschen der Flamme, Flasche möglichst ins Freie bringen und Gas in einem
sicheren, abgesperrten Bereich abblasen lassen oder Raum (ggf. angrenzende Umgebung)
weiter intensiv lüften und Zugang sperren.
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- Bereich und Zugang sperren.
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls das Flaschenventil nicht geschlossen werden kann,
eine Gefährdung der Umgebung - z.B. Befeuerung anderer
Flaschen verhindern.
- Flamme nur, falls unbedingt notwendig, löschen.
Dabei auch berücksichtigen, ob Kanaleinläufe oder andere
Vertiefungen vorhanden sind, über die das Gas (z.B. Propan)
"abfließen" könnte.
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Austritt toxischer oder ätzender
Gase (z.B. Ammoniak) |
Im Raum |
Im Freien |
- Raum und Zugang sperren.
- Sicherheitsdatenblatt bzw. Unfallmerkblatt wegen möglicher
spezieller Gefahren zu Rate ziehen.
- Raum nur mit umluftunabhängigem Atemschutz (lsoliergeräte)
betreten. Je nach Gasart eventuell Vollschutzanzug tragen
(Angaben hierzu z.B. im Sicherheitsdatenblatt).
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, lüften
und Zugang zum Raum bzw. Bereich weiter sperren.
- Sofort nach einer Aktion Schutzkleidung ablegen und duschen.
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- Umgebung sperren, speziell den Bereich der windabgewandten Seite
hinter der Flasche räumen und sichern.
- Sicherheitsdatenblatt bzw. Unfallmerkblatt wegen möglicher
spezieller Gefahren zu Rate ziehen.
- Sich der Flasche nur mit geeignetem Atemschutzgerät nähern;
im Zweifelsfall umluftunabhängigem Atemschutz (lsoliergeräte)
verwenden, z.B. auch Kleingeräte für Flucht und Rettung bzw.
zugelassene geringfügige Hantierungen einsetzen.
- Je nach Gasart eventuell Vollschutzanzug tragen (z.B. beim
Austritt von ätzendem Gas).
- Falls möglich, Flaschenventil schließen.
- Falls Flaschenventil nicht geschlossen werden kann, Zugang zu
Bereich weiter sperren und Gas abblasen lassen.
- Sofort nach einer Aktion Schutzkleidung ablegen und duschen.
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